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23. bis 25.3.2007 - Peggy Zoo waren im Studio

Neue Peggy Zoo CD fertig aufgenommen

Peggy Zoo haben's wie angekündigt geschafft: am verlängerten Wochenende vom 23. bis 25. März waren wir bei Carsten im Barfly-Studio und haben 11 neue Lieder aufgenommen, die zum Teil schon von den Live-Auftritten in letzter Zeit bekannt sind. Damit man sich vorstellen kann, wie das bei Amateur-Band abläuft, und im ganz speziellen bei PZ, mal ein kleiner Bericht zu den Aufnahmen.

Tag 1: Freitag

Wir treffen uns um 9:00 im Probenraum, räumen unser Zeug in die Autos und kutschieren es um die Ecke, wo uns um 10:00 Uhr Carsten erwartet. Aufbau und Verkabelung: wir bauen alles so auf, dass wir die Basic Tracks (ohne Vocals) gemeinsam im Hauptraum einspielen können. Jeder Verstärker steht jedoch in einem extra Raum und wird dort abgenommen. Dadurch können wir Probleme mit einzelnen Spuren später noch ausmerzen. Den gesamten Band Sound hören wir beim Spielen im Hauptraum über Kopfhörer. Ein paar notwenige Feedbacks nehmen wir später noch separat auf (!!!), da dazu Gitarre und Verstärker in einem Raum sein müssen. Bis alles perfekt eingestellt ist, ist es 15:00 Uhr.

Wir beginnen mit dem Einspielen der Tracks und schaffen am ersten Tag bis 22:00 Uhr 7 Tracks. Im großen und ganzen First Takes, nur wenige Abbrüche oder Wiederholungen wegen Verspielern und Tempoproblemen. Lidl und der China-Imbiss unseres Vertrauens (direkt vor'm Barfly) versorgen uns mit Lebensmitteln. Rocky nervt alle 10 Minuten. Nichts ordentliches zu lesen (den versteckten Playboy finden wir erst am zweiten Tag). Alkohol und Zigaretten sind die einzigen Ablenkungen vom tristen Alltag des Amateurmusikers.

Nach teilweise erheblichem Alkoholkonsum kommen uns einige Stücke am späten Abend beim nochmaligen Anhören zu schnell vor. Wir bleiben cool: der nächste Morgen zeigt, dass es eher an uns als an den Stücken liegt, auch wenn Comaville, Loveletters from Charles Whitman und Drop the Bomb schon ganzschön abgehen.

Tag 2: Samstag

Wir treffen uns 11:00 Uhr und nehmen erstmal die restlichen Basic Tracks auf. Dann geht's los mit Vocals, bis Eikes von einer Erkältung gebeutelte Stimme nach 6 Tracks und Thomas' kontinuierlichen Forderungen ("das kannst du besser") erstmal am Ende ist. Kein Problem: Gitarren-Overdubs. Klappt alles problemlos, bis wir anfangen, an einem Stück zu doktorn, dass wir erst auf den letzten Drücker mit auf die Liste gesetzt haben: The Waves keep calling (interner Name: Niel Jang, guess why). Eike's Gitarre hört sich bei diesem Gitarrenepos schräg an, und damit plagen wir uns bis zum späten Sonntag abend immer wieder rum. Mit Happy End, dank wiederholtem Einspielen verschiedener Spuren und dem Einsatz digitaler Überarbeitungstechnik.

Am Nachmittag besuchen uns unsere Frauen und Kinder, wodurch sich das Studio auf einmal in einen Rummelplatz verwandelt. Peggy Zoo is a family band! Carsten und Thomas kurz vor der Verzweiflung. Die Bilder entstanden zu diesem Zeitpunkt, weshalb mehr Kinder als Instrumente zu sehen sind.

Am Abend: Ronny, Thomas und Carsten arbeiten am Solo des oben genannten Stückes bis Mitternacht. Felix und Eike haben sich da schon zum Grillen in's Barfly verdrückt.

Tag 3: Sonntag

Die Sommerzeitumstellung hat uns eine Stunde geklaut und das wirkliche Leben holt uns auch wieder langsam ein, wodurch wir langsam in Zeitprobleme laufen. Also, schnell schnell ab Mittag erstmal die restlichen Vocals eingesungen, da Eike erst am Abend wieder kann. Als dieser sich gegen 14:00 Uhr verabschiedet, fangen Felix und Thomas an Backing Vocals aufzunehmen und Ronny noch einmal ein paar Gitarrenspuren.

Am Abend dann noch fehlende Vocals und Backing Vocals von Eike, die letzten Doktorspiel mit The Waves ... (siehe oben). Und dann ein paar Weltpremieren: wir brauchen noch ein paar Backing Vocals zu Comaville: Ronny singt! Oder besser: grunzt!! Und dann auch noch ein paar zusätzliche Vocals von Thomas und Jule (die uns Pizza gebracht hat, da man die Studio-Lokation schlecht einem Bringdiesnt erklären kann)! Dann ist uns das Stück turbulent genug.

Die Köpfe dröhnen. Wir können keine Gitarren mehr hören. Um 22:30 Uhr beschließen wir, dass wir alles getan haben, was wir tun konnten.

Ergebnis

11 nette Liedchen. Wenn unten nicht anders vermerkt, ohne weitere Schnörkel so nah wie möglich am Live Sound. In keiner besonderen Reihenfolge:
  1. Loveletters from Charles Whitman (Lustig Lied V2.0) nehmen wir zuerst auf. Eigentlich ein altes Lied, aber erstmals in ordentlicher Qualität und mit dem "Bang bang, shoot shoot ..." am Ende.
  2. Blood in my Eyes spielen wir auch schon seit über einem Jahr live. Schwerer Rhytmus, funky Guitar, geht gut ab. Wird vielleicht das erste Lied der CD ... da diskutieren wir gerade noch. Beim ersten Anhören im Kontrollraum hört sich was seltsam an: Eikes Gitarrenspiel ist an einer Stelle so daneben, dass alle vor Lachen am Boden liegen. Hier können wir die Situation durch einfaches Copy and Paste retten.
  3. This cruel World (Kinderlied) haben wir einmal live gespielt, obwohl's das Lied schon seit ein paar Jahren gibt. Wir lieben und hassen es - jeder der es hört, wird wissen warum. Es ist halt ein recht seltsames Kinderlied mit einer sehr schrägen Gitarrenlinie. Ein paar Vocal Overdubs von Thomas und Felix im Refrain.
  4. Too wrong to make it right: ein mehr als solider Rocker mit Stackato Refrain und ganz ordentlicher Melodie. Für die Strophe hat Ronny noch ein paar Feedbacks "eingespielt", damit die Athmosphäre stimmt. Ansonsten kein Solo oder sonstiger überflüssiger Zucker.
  5. The Waves keep calling (Niel Jang) hat uns einiges an Kopfschmerzen bereitet (siehe oben). Fast 6 Minuten Gitarrenepos mit anderthalb Textzeilen. Hört sich einfach an? War's aber nicht. Größeres Problem: Eike kann nicht sauber Gitarre spielen. Kleineres Problem: Ronny entwickelt Gitarrenlinie/Solo (und daraus besteht fast das ganze Lied) erst während der Aufnahmen.
  6. Comaville ist eins von den beiden ganz schnellen. Trotzdem recht melodiös und für jeden was drin. Am Ende überarbeiten wir die Vocals im Schlussteil, damit sie besser zu Ronnys Lead Guitar passen. Backing Vocals von Thomas, Felix, Eike, Ronny (!) und Jule (!!).
  7. Drop The Bomb ist auch schnell, aber etwas rock'n rolliger. Backing Vocals: Thomas, Felix, Eike. Händeklatschen wäre auch eine Idee gewesen, aber wir wussten nicht wie ... es ist einfach zu schnell.
  8. Woman Driver ist nach der (eher selten) einstimmigen Meinung der Band ein Highlight. Relativ ruhiges Liebeslied mit schöner Gitarrenarbeit von Ronny mit Pink Floyd-artigem Zwischenteil
  9. Hole in my Heart ist ein bissel depri mit etwas Gitarrenlärm. In der Strophe ist der Gesang parallel zur Gitarrenmelodie ... hoffen wir.
  10. Before the Dawn (Stoner) ... wie der bandinterne Name in Klammern sagt. Düster, schwer, mit ein paar zusätzlichen Gitarrenspuren.
  11. Let me down entstand erst relativ knapp vor den Aufnahmen und ist vielleicht sowas wie Lustig Lied 2, auch wenn's natürlich ganz anders ist.
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