Eingereichte Beiträge
GI-Arbeitskreis "Grundlagen von Informationssystemen"
15. Workshop über Grundlagen von Datenbanken
Ringhotel Schwarzer Adler
(Tangermünde, Sachsen-Anhalt)
10. bis 13. Juni 2003
Sven Apel (Uni Magdeburg): Komponenten einer Middleware-Plattform für mobile Endgeräte
Leistungsfähige mobile Geräte wie z. B. Mobiltelefone, Smartphones oder PDA's sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Moderne Konzepte wie ubiquitous und pervasive computing beschreiben eine neue Qualität der Verfügbarkeit von Informationen an jedem Ort zu jeder Zeit mit beliebigen Geräten. Bereits jetzt stehen mit GSM/GPRS und WLAN moderne Kommunikationsverfahren zur Verfügung, die den Zugang zu Informationen nahezu flächendeckend ermöglichen. UMTS wird in Zukunft (2004/2005) breitbandige Kommunikation flächendeckend ermöglichen und somit GSM/GPRS über kurz oder lang ersetzen. Neben der technischen Möglichkeit zwischen Geräten Informationen auszutauschen, ist jedoch auch eine Integration von Anwendungen geräteübergreifend erforderlich. Die dafür nötigen Funktionalitäten können von einer Middleware für mobile Anwendungen und Geräte bereitgestellt werden. Die Integration grundlegender Dienste in einer Middleware und das Anbieten von Standardschnittstellen zur Nutzung dieser erleichtert die Entwicklung von mobilen Anwendungen und ermöglicht letztendlich die transparente Kommunikation aller beteiligten Anwendungen und Dienste. In diesem Beitrag wird die Architektur einer Middleware-Plattform vorgestellt und mögliche Realisierungen einzelner Komponenten diskutiert. Ein spezielles Ziel ist die Zusammenarbeit mit mobilen Informationssystemen.Stefan Audersch (ZGDV Rostock): Web-Service - und eGovernment-Technologien im Rahmen des eFormsDirect-Frameworks
Ziel dieses Beitrages ist die Konzeptionierung einer offenen und erweiterbaren XForms-Frameworkarchitektur unter Nutzung der Web-Service-Technologie als Kommunikations- und Koordinierungsdienst. Signifikante Erweiterungsmöglichkeiten ergeben sich dabei durch die Kopplung der Web-Service-Interfaces mit RDF-Content-Repository-Ansätzen im Sinne semantisch angereicherter Web-Services. Die Schwerpunkte, verteilte XML-basierte Request-Verarbeitung, Verschlüsselungs-Mechanismen, datenbankbasierte Speicherung und Web-Service-basierter Gateway-Ansatz, werden speziell anhand des eGovernment-Anwendungsfeldes intelligente Formulare (eFormsDirect) vorgestellt. Die hier erläuterten Realisierungsansätze orientieren sich speziell an der Anwendung "Melderegisterauskunft" unter Berücksichtigung weiterer relevanter Standards und Schnittstellenspezifikationen (W3C, OSCI, OK.OEWO).Qaizar Ali Bamboat (Uni Magdeburg): Incremental Refinement of Approximate answers for Olap Queries
In recent times the advancement in the database management systems, decision support systems and applications such as online analytical processing (OLAP), data mining and data warehouses, demand a quick response to the queries submitted to them. Majority of the queries given to these systems are aggregation queries, it is good to provide fast approximate and accurate answers to such queries. To provide such answers pre-computed summarized statistics are used such as histograms, samples etc. In order to answer group-by queries submitted to these systems, they divide data in to segments called groups and then evaluate the aggregate from each group. The data may vary from, group to group, hence this may result in poor approximation in general. To overcome this we should ensure that all the groups and data belonging to each group should be well represented. Conventional sampling techniques such as uniform random sampling do not provide an answer to overcome the above mentioned problem.
In this work we propose a technique to overcome this problem and to obtain fast approximate accurate answers for group-by queries. We present an algorithm for constructing a pool of samples which can be maintained incrementally without infusing much load on the access to the base relation. We also elaborate a strategy to rewrite the submitted group-by queries to provide fast approximate highly accurate answers by evaluating this set of samples.
Keywords: Sampling, group-by, approximate answers, data stratification.Prof.Dr. Stefan Brass (TU Clausthal / MLU Halle): Eine auf Datalog basierende XML-Anfragesprache
Es werden Ideen vorgestellt, wie Sichten-Konzepte fuer XML-Dokumente definiert werden koennen. Insbesondere wird dabei auch das Problem der Anordnung behandelt (in Datalog definieren abgeleitete Praedikate Mengen von Tupeln, was fuer Dokumente nicht geeignet ist).Ilvio Bruder und Temenushka Ignatova (Universität Rostock): Ausnutzung von Beziehungen in Multimedia-Dokumenten zur Speicherung und Retrieval in Multimedia Informationssystemen
Der Artikel beschreibt die ersten Ergebnisse einer laufenden Arbeit im Graduiertenkollegs "Verarbeitung, Verwaltung, Darstellung und Transfer multimedialer Daten - technische Grundlagen und gesellschaftliche Implikationen" an der Universitaet Rostock. Der Ausgangspunkt stellt die unzureichende Unterstuetzung herkoemmlicher Informationssysteme fuer die verschiedensten, meist komplexen Beziehungen in Multimedia-Dokumenten dar. Die moeglichen Beziehungen werden in diesem Artikel klassifiziert und beschrieben. In Anlehnung an ein Drei-Ebenen-Modell von multimedialen Informationssystemen sollen Moeglichkeiten der Unterstuetzung fuer Beziehungen in verschiedenen Modellen aufgezeigt werden. Hauptaugenmerk liegt hier bei der Erarbeitung eines logischen Modells fuer die multimedialen Beziehungen. Weiter werden Transformationen zwischen verschiedenen Modellen (unterschiedlicher Modellebenen) und Darstellungsformen diskutiert und eingeordnet. Erste Erfahrungen wurden bei einem Projekt zur Speicherung von Musikhandschriften gesammelt.Thomas Courvoisier (ZGDV Rostock): Wissensrepräsentation mit Hilfe von Topic Maps im Rahmen des Projektes Knowledge-Direct
Im Zuge der Vision des Semantic Web, aber auch in vielen Bereichen des Wissensmanagement und der Automatisierung von Kommunikation spielen Metadaten und Ontologien eine wachsende Rolle. Sie werden als Weg gesehen, der Informationsflut Herr zu werden und die Datenverarbeitung auf eine neue Stufe zu stellen. Topic Maps bieten eine Möglichkeit zur Darstellung und Verarbeitung von Metadaten in einer für den Menschen intiutiven Art und Weise. Deshalb wurden im vorgestellten Ansatz Topic Maps verwendet, um bei der Navigation über Datenbestände behilflich zu sein. Die Anwendungsdaten sind in einem relationalen Datenbanksystem gespeichert. Bedeutung der Daten und Zusammenhänge zwischen ihnen wurden in einer Topic Map in Form von Konzepten und Relationen modelliert. Auf diese Weise erhalten die Daten zusätzliche semantische Informationen zur Navigation und Suche. Speziell wurden Metadaten und Konzepte für Biotechnologieunternehmen modelliert. Im vorliegenden Projekt wird jeweils ein Teil der Topic Map für den Benutzer visualisiert. Der Nutzer hat dann die Möglichkeit durch Interaktion innerhalb der Topic Map zu navigieren bzw. letzlich an die gewünschten Daten zu gelangen. Dadurch eröffnen sich dem Nutzer Zusammenhänge und Interpretationsmöglichkeiten, die durch die bloße Datenstruktur nicht dargestellt werden könnten.Klaus Halle (ETH Zürich): Towards a Decentralized Implementation of Transaction Management
The proliferation of Internet technologies and the increasing trend towards service-orientation has strongly facilitated access to data and documents, independent of the location of clients. Using established protocols like SOAP and WSDL, functionality of application systems can be wrapped into service calls. This is the basis for the definition of higher-level applications, which combine several invocations of services into a coherent whole. An important task in this context is to control the correct execution of these higher-level applications. It must be possible to provide transactional semantics for groups of service invocations. Hence, support for concurrency control and recovery is urgently required. However, programmers have to be freed from these tasks. Rather, the infrastructure supporting the execution of these service-based applications has to provide this functionality while, at the same time, taking into account the size of the overall system and the autonomy of different service providers. Traditional information systems allow the programmers to abstract from such problems. There, a dedicated centralized coordinator, e.g., a TP Monitor, provides transaction management. The coordinator\'s task is to orchestrate the execution of distributed transactions and to enforce their atomic commitment by using a 2PC protocol. Hence, all transactions of the system have to register with this coordinator such that it is equipped with global knowledge.
This centralized approach is highly appropriate for small, well-delimited environments with a fixed number of computers. However, it cannot be applied to large-scale networks with a large number of distributed, heterogeneous, and autonomous hosts (e.g., the intranet of an international company, not to speak about globally distributed networks like the semantic web). In addition to technical issues associated with such large-scale distributed systems, also for administrative reasons (i.e., hosts might dynamically join or leave the system), a centralized approach would be too restrictive.
In this paper, we present a novel approach for a decentralized implementation of transaction management. Yet, although this is a problem that has to be solved globally, it can be implemented in a truly distributed way by applying clever replication strategies for meta data needed for this purpose. We discuss our underlying infrastructure consisting of resource agents and transactional agents. The latter ones contain the set of service invocations that are encapsulated within transactions. Additionally, these agents are responsible for synchronization. Therefore, they communicate with resource agents and with each other in a peer-to-peer way. The resource agents encapsulate resources and provide additional logging and (local) conflict detection mechanisms (i.e. report conflicts that occur when local services are invoked). This local conflict detection is sufficient to provide transactional agents with meta data for correct synchronization and recovery. Based on this information, commit preconditions and commit execution rules can be formulated which guarantee correct concurrent and fault-tolerant executions of transactional agents. Additionally, sophisticated replication management of serialization graph information is needed to detect and resolve cycles. By this, we realize a decentralized approach for transaction processing especially designed for long running transactions, which handles concurrency control and recovery at the same time.Michael P. Haustein (Universität Kaiserslautern): A Synchronization Concept for the DOM API
Storing, querying, and updating XML documents in multi-user environments requires data processing guarded by a transactional context to assure the well-known ACID properties, particularly with regard to isolate concurrent transactions. In this paper, we introduce the taDOM tree, an extended data model which allows fine-grained lock acquisition for XML documents. For this reason, we design a tailored lock concept using a combination of node locks, navigation locks, and logical locks in order to synchronize concurrent accesses to XML documents via the DOM API. Our synchronization concept supports user-driven tunable lock granularity and lock escalation to reduce the frequency of lock requests both aiming at enhanced transaction throughput. Therefore, the taDOM tree and the related lock modes are adjusted to the specific properties of the DOM API.Oliver Hein (ZGDV Rostock): Dynamische Personalisierung und metadaten-basierte Anfragesteuerung im Rahmen des pViReSMo-Frameworks
Metadaten sind die Vorraussetzung für die Steuerung der Request-Verarbeitung und Anfragetransformation in komplexen Systeminfrastrukturen. Erste Lösungsansätze auf der Basis von RDF und MPEG-7 bzgl. der Implementierung einer zusätzlichen semantischen Ebene bei der Realisierung eines adäquaten Metadaten-Repositories bilden die Grundlage für den Zugriff und die Verwaltung audio-visueller Dokumente. Der Prototyp des pViReSMo Frameworks stellt eine Umsetzung zur Suche von Nachrichtenbeiträgen auf Basis einer metadaten-basierten Anfragesteuerung dar. Ziel dieses Beitrages ist es, weiterführende Lösungskonzepte zum umgesetzten Prototyp vorzustellen. Dabei stehen dynamische Personalisierungskonzepte, alternative Integrationsansätze für eine flexible Anfrageschnittstelle (RQL) und verschiedene Rankingmechanismen im Blickpunkt.Thomas Kabisch (TU Berlin): Grammatikbasiertes semantisches Wrapping für föderierte Informationssysteme
In föderierten Architekturen werden Wrapper zur Kapselung von i.d.R. heterogenen Informationsquellen verwendet. Derzeit existieren sehr viele Ansätze für verschiedenste Aspekte des Wrapperdesigns. Es wird eine Systematisierung von Wrapping-Szenarien vorgenommen mit dem Ziel eine einheitliche Methodik für das Wrapperdesign zu entwerfen. Eine wesentliche Gliederung dabei liefert die Untersuchung des Strukturierungsgrades der Informationsquellen. Andere Kriterien sind der Grad der Sprachtransformation und die Heterogenität der Anfragsprachen. Es wird ein grammatikbasierter Ansatz für die Spezifkation von Wrappern vorgestellt, der eine Beschreibung in allen Szenarien ermöglicht. Dabei wird insbesondere darauf Wert gelegt, eine weitestgehende Automatisierung der Wrappergenerierung zu ermöglichen. Beispielhaft wird dies sowohl für eine unstrukturierte Quelle als auch für eine Sprachtransformation bei strukturierten Quellen gezeigt.Maik Kollmann (Technische Universitaet Braunschweig): Effizientes Scheduling ohne Algorithmus
Die effiziente Verarbeitung von Transaktionen ist eines der Hauptprobleme in Datenbankmanagementsystemen. Die Generierung von Schedules fuer die (gleichzeitige) Abarbeitung von Transaktionen ist in diversen Arbeiten erforscht worden. Diese Arbeiten praesentieren jeweils einen Algorithmus, der auf einem Modell und den zugrundeliegenden Datenbankoperationen operiert und durch Heuristiken gute Schedules erzeugt.
Der hier vorgestellte Ansatz kommt ohne einen expliziten Algorithmus aus. Nach der Erzeugung des Modells fuer die einzuplanenden Schedules, werden Anforderungen an das Modell generiert. Ein Model Checker (SMV) wertet diese Anforderungen aus, so dass ein Gegenbeispiel (Error Trace) genutzt werden kann, um die Transaktionen (parallel) einzuplanen. Die Idee zeigt ein hohes Potential fuer das Auffinden von Loesungen fuer Probleme einer Klasse, fuer die die Ermittlung der besten Loesung in der Regel zu kosten-/zeitintensiv ist.Jürgen Meister (OFFIS Oldenburg): Äquivalenzbeziehungen zwischen Metamodellen
In komplexen Softwaresystemen, wie z.B. Data Warehouse Systemen, wird eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen eingesetzt, die mit Hilfe von Metadaten konfiguriert, gesteuert und koordiniert werden. Dazu werden im Allgemeinen Metainformationen zwischen den Anwendungen ausgetauscht. Für die Spezifikation der Austausch- Prozesse müssen zunächst semantisch korrespondierende Metadatenstrukturen identifiziert und anschließend äquivalenzerhaltende Abbildungsvorschriften zwischen diesen Strukturen spezifiziert werden.
In diesem Beitrag werden existierende Ansätze zur Beschreibung von Äquivalenzbeziehungen im Rahmen der Schemaintegration gegenübergestellt und auf ihre Anwendbarkeit und Relevanz für die Konzeption des Metadatenaustauschs bewertet. Basierend auf dieser Analyse wird graphorientierter Ansatz zur Spezifikation von Äquivalenzbeziehungen zwischen Metamodellen vorgestellt.Thomas Leich und Sven Apel (Uni Magdeburg): Einsatz von Aspektorientierung und Programmfamilien bei der Entwicklung von Datenbank-Management-Systemen
Derzeitig weit verbreitete DBMS sind Ergebnisse eines jahrelangen iterativen Entwicklungsprozesses. Sukzessiv wurden Erkenntnisse aus Forschung und Praxis integriert. Durch diesen Prozess sind heutige DBMS meist sehr mächtig, monolithisch aufgebaut und reich an Funktionalität. Sie sind für den allgemeinen Anwendungsfall konzipiert worden. Es ist sehr schwer diese DBMS an Anforderungen von speziellen Anwendungen anzupassen. Sie sind zwar konfigurierbar, aber nicht benötigte Funktionalität belegt dennoch Ressourcen. Weiterhin sind aktuelle DBMS schwer erweiterbar und wartbar. Somit sind sie schwer auf ressourcenknappe Umgebungen, wie z.B. im mobilen Bereich, portierbar. Ein Lösungsansatz sind maßgeschneiderte DBMS, welche für solche speziellen Anwendungsfälle, wie im mobilen Bereich, angepasst werden können. Dabei soll ein Höchstmaß an Wiederverwendbarkeit von Softwarekomponenten, Konfigurierbarkeit, Flexibilität, Erweiterbarkeit und Skalierbarkeit erreicht werden. Es existieren verschiedene Konzepte, wie Programmfamilien, Objektorientierung und Aspektorientierung, welche die oben genannten Anforderungen an komplexe Softwaresysteme wie DBMS ermöglichen. Diese Technologien finden bereits Einsatz im Bereich der Betriebssysteme und zeigen in Kombination erfolgversprechende Ergebnisse. In diesem Papier wird die Vision einer Datenbankfamilie im Sinne des Programmfamilienkonzeptes vorgestellt. Darüber hinaus werden moderne Konzepte wie Aspektorientierung, die bei Entwurf und Implementierung hilfreich sein können, diskutiert.Christopher Popfinger (HHU Düsseldorf): Realisierung aktiver Multidatenbanken über erweiterte Standardschnittstellen
Der ständige Fortschritt von Kommunikation, Vernetzung und Datenbanksystemen erfordert auch eine wechselnde Sichtweise der Datenverarbeitung. Eine steigende Anzahl von netzwerkbasierten Anwendungen benötigt Zugriff auf eine Vielzahl meist autonomer Datenquellen, die in einer heterogenen Software- und Hardwareumgebung lokalisiert sind. Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Datenbanksysteme eröffnen neue Möglichkeiten bei der Integration autonomer, lokaler Datenbanksysteme. Aktive Komponentensysteme dienen nicht mehr nur als Datenlieferanten, sondern sind maßgeblich an der Einhaltung vorgeschriebener Geschäftsregeln und Integritätsbedingungen beteiligt, indem sie zwar weitestgehend ihre lokale Autonomie behalten, aber nicht isoliert voneinander arbeiten. In diesem Beitrag sollen Ideen und Konzepte zur Realisierung von "aktiven Multidatenbanken" unter Verwendung von erweiterten Standardschnittstellen vorgestellt werden.Matthias Rust (ZGDV Rostock): Metadatengenerierung und -verwaltung für Videos
Die Menge digital verfügbarer Videodaten nimmt kontinuierlich zu, was das Auffinden relevanter Videos, die bestimmten Interessen genügen, zunehmend erschwert. Darin begründet sich die Notwendigkeit von Video Content Management Systemen, welche den Zugriff auf vorhandenes Material unterstützen. Zentrales Betriebsmittel dieser Systeme sind Metadaten, die der Beschreibung von Inhalt, Struktur und Kontext von Videomaterialien dienen. In dieser Arbeit werden verschiedene Ansätze zur Generierung und Verwaltung von Videometadaten vorgestellt. Existierende Metadatenstandards und deren Eignung für die Videoverwaltung werden untersucht. Der Multimedia Description Standard MPEG-7 wird näher vorgestellt und Anforderungen an ein MPEG-7-fähiges System abgeleitet. Das am ZGDV entwickelte Video Description Tool (VIDETO) demonstriert ein Verfahren für die manuelle Deskribierung von Videos mit MPEG-7. VIDETO erlaubt eine segmentweise manuelle Deskribierung und ist durch die Verwendung von XML-Technologien sehr flexibel in Bezug auf die genutzen Beschreibungsmengen und die unterstützten Metadatenformate.Mireille Samia (HHU Düsseldorf): Temporal Web Mining
Temporal Web Mining betrifft das Web Mining der Daten mit bedeutsamen zeitlichen Informationen. Zeitliche Sequenzen treten in verschiedenen Bereichen auf, wie im Finanzwesen, in der technischen Entwicklung, und in Medizin. Die Fähigkeit echtzeitliche Daten von vielen verschiedenen Quellen zu bekommen und sie zu verwenden ist wichtig für die Förderung dieser Bereiche. Aus diesem Grund sind wir daran interessiert, lokale und Web-Daten in Echtzeit im Web abzufragen, diese zeitlichen Sequenzen zu analysieren und das gewünschte zeitliche Wissen zu extrahieren. Die Minimierung der Datenfehler, der Datenkonflikte und Datenredundanz sollen berücksichtigt werden um eine effektive echtzeitliche Analyse im Web zu erreichen.
Temporal Web Mining concerns the Web Mining of data with significant temporal information. Temporal sequences appear in different domains, such as finance, engineering, and medicine. The ability to obtain real time data from multiple different sources and to use it is crucial for the advance of such domains. For this reason, our concern is to query local and Web data in real time over the Web, to analyse these temporal sequences, and to extract the intended temporal knowledge. Minimizing data errors, data conflicts, and reducing data redundancy should be taken into account in order to obtain a meaningful real time analysis over the Web.Nadine Schulz (Uni Magdeburg): Grundlagen zur Optimierung gewichteter Ähnlichkeitsanfragen
Um Nutzerpräferenzen in Multimedia-Retrieval-Systemen angemessen abbilden zu können, hat sich die Gewichtung von Anfragetermen als eine geeignete Methode erwiesen. Atomare Anfragebedingungen können durch Operatoren der Booleschen Logik kombiniert werden. Aufgrund des unscharfen Charakters von Ähnlichkeitsanfragen erfolgt in Multimedia-Retrieval-Systemen eine Evaluierung der Anfragen unter Verwendung der Fuzzy-Logik. In Konsequenz aus der Komplexität von Ähnlichkeitsanfragen ist eine Relevanzgewichtung auf den verschiedenen Ebenen komplexer Anfragen notwendig. Daher wird ein Gewichtungsmodell vorgestellt, das eine Mehr-Ebenen-Gewichtung unterstützt. Es werden zwei Möglichkeiten der Mehr-Ebenen-Gewichtung beschrieben. Bei der impliziten Gewichtung wird jedem atomaren Anfrageterm ein Gewicht zugeordnet. Gewichte für die Teilanfragen in komplexen Anfragen werden dann aus den gegebenen Gewichten intern berechnet. Die explizite Gewichtung gibt dem Nutzer die Freiheit, sowohl atomare Terme als auch Teilanfragen explizit mit einem Gewicht zu versehen.
Die syntaktische Transformation von Anfragen in logisch äquivalente Anfragen ist für eine effiziente Anfragebearbeitung eine wichtige Eigenschaft von Retrieval-Systemen mit Booleschen Operationen. Dadurch kann eine syntaktische Umformung einer Anfrage in eine andere, für die Optimierung besser geeignete Anfrageform durch das Retrieval-System erfolgen. Während die Transformation von ungewichteten Booleschen Anfragen auf den bekannten Transformationsregeln der Aussagen-Logik bzw. Fuzzy-Logik beruht, stellt die Transformation von gewichteten Anfragen ein bisher offenes Problem in Retrieval-Systemen dar. Ein weiterer Aspekt liegt daher in der Entwicklung von Transformationsregeln für gewichtete Anfragen. Hierbei ist der Einfluss der Gewichte zu berücksichtigen. Es wird gezeigt, wie die Gewichte bei einer Umformung einer gewichteten, komplexen Anfrage modifiziert werden müssen, so dass sowohl für die ursprüngliche als auch für die transformierte Anfrage stets gleiche Gesamtscores ermittelt werden.Jens Teubner (Universität Konstanz): Bridging the Gap Between Relational and Native XML Storage with Staircase Join
Several mapping schemes have recently been proposed to store XML data in relational tables. Relational database systems are readily available and can handle vast amounts of data very efficiently, taking advantage of properties that are specific to the relational model, like sortedness or uniqueness. Tables that originate from XML documents, however, carry some further properties that cannot be exploited by current relational query processors. We propose a new join algorithm that is specifically designed to operate on XML data mapped to relational tables. The staircase join is fully aware of the underlying tree properties and allows for I/O and cache optimal query execution. As a local change to the database kernel, it can easily be plugged into any relational database and allows for various optimization strategies, e.g. selection pushdown. Experiments with our prototype, based on the Monet database kernel, have confirmed these statements.
Teilnehmer ohne Beitrag
- Prof. Dr. Stefan Conrad (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
- Prof. Dr. Hans-Joachim Klein (Universität Kiel)
- Priv.-Doz. Dr. Gerd Stumme (Universität Magdeburg / Universität Karlsruhe)
- Guntram Flach (ZGDV Rostock)
- Hagen Höpfner (Universität Magdeburg)
- Marco Plack (Universität Magdeburg)
- Eike Schallehn (Universität Magdeburg)
- Wolfgang Sigel (TU Berlin)
| Hagen Höpfner; hoepfner @ iti.cs.uni-magdeburg.de Last modified: Tue Oct 8 10:17:34 CEST 2002 | Zurück |
