Fakultät für Informatik Arbeitsgruppe Datenbanken

Folgende Teilnehmer haben sich zum Workshop angemeldet:


  1. Prof. Dr. Stefan Conrad, Ludwig Maximilians Universität München, Institut für Informatik

  2. Dipl.-Inf. Martin Endig, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

  3. Dipl.-Inf. Eike Schallehn, Otto-von-Guericke-Univeristät Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

  4. Dipl.-Inf. Guntram Flach, Zentrum für Graphische Datenverarbeitung Rostock (ZGDV):
    "XML-basiertes Multimedia-Content-Management unter Einbeziehung objekt-relationaler Datenbanksysteme und mobiler Endgeräte"
    Im Rahmen dieses Beitrages wird zunächst ein grundsätzlicher Einblick in die neuen Möglichkeiten und Restriktionen von XML vermittelt und das praktische Nutzungspotential anhand eines Anwendungssystems aus dem Bereich Multmedia-Content-Management unter Einbeziehung objekt-relationaler Datenbanksysteme und mobiler Endgeräte demonstriert. Das am ZGDV Rostock entwickelte Konzept eines XML-basierten Content-Management-Systems sieht vor in einer ersten Stufe die Informationen aus verschiedensten Quellen (Datenbanken, Medien-Servern, lokalen Dateien usw.) zu ermitteln und in eine einheitliche Datenstruktur (XML) zu überführen (Content Integration). Innerhalb dieses Schrittes können Relationen zwischen Daten aus den verschiedensten Quellen erzeugt, Datentransformationen und Konsistenzprüfungen vorgenommen werden. Im darauffolgenden Schritt werden die Daten in gerätespezifischen Ausgabeformaten bereitgestellt oder können von einem Client in dessen gewünschten Ausgabeformat angefordert werden (Content Mediation). Ein wesentlicher Vorteil dieser Framework-Architektur besteht darin, daß im ersten Schritt der Content Integration die Daten auf ein sehr abstraktes Level (XML) angehoben werden. Erst im letzten Schritt der Content Mediation erfolgt die notwendige Transformation auf ein konkretes gerätespezifisches Ausgabeformat z.B. mittels XSLT-Stylesheets. Weitere wesentliche Aspekte im Rahmen dieser Systemlösung sind weiterhin das Daten-Preprocessing bzw. die serverseitige Content-Transformation. Dabei wurden insbesondere die Möglichkeiten objekt-relationaler Datenbanksysteme (z.B. Informix, Oracle8i) genutzt und geeignet adaptiert.

  5. Prof. Dr. Erhard Rahm, Universität Leipzig Institut für Informatik:
    "Metadaten-Verwaltung für heterogene Informationssysteme" (Eingeladener Vortrag)
    Die flexible Repräsentation und Manipulation von Metadaten ist wesentliche Voraussetzung für die effektive Nutzung heterogener Informationssysteme. Im Vortrag wird zunächst die Metadaten-Problematik im Data Warehouse-Bereich diskutiert. Vorgestellt wird dann ein Ansatz zur generischen Metadaten-Verwaltung, bei dem unterschiedlichste Modelle (Schemas, XML DTDs, Ontologien etc.) sowie Abbildungen zwischen ihnen in einheitlicher Weise verwaltet und mit mächtigen Operatoren manipuliert werden können. Näher diskutiert werden dann Ansätze zur Realisierung des Match-Operators (Schema Matching).

  6. Hagen Höpfner, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg:
    "Grundlagen von Replikationstechniken für mobile Datenbanken" 
    In den letzten Jahren war ein stetiger Anstieg der Nutzerakzeptanz mobiler Telekommunikationsmedien zu beobachten. Wie die erzielten Preise der Versteigerung der UMTS-Lizenzen im Herbst 2000 deutlich gezeigt haben, sind auch die Telekommunikationsanbieter stark an mobilen Technologien interessiert. Der weitere Ausbau des mobilen Telekommunikationsnetzes und die Entwicklung immer leistungsfähigerer und benutzerfreundlicherer Hardware bedingen den vermehrten Einsatz solcher Technologien. Problematisch beim Einsatz mobiler Endgräte ist die Tatsache, daß keine permanente Verbindung zum Netz bestehen muß. Die Gründe dafür sind verschieden. Zum einen können Empfangs- bzw. Sendeproblemen zu einer temporalen Nichterreichbarkeit führen, zum anderen kann der Nutzer das mobile Gerät abschalten. In dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit klassische verteilte Replikationsansätze im mobilen Umfeld eingesetzt werden können. Desweiteren werden spezielle Replikationsverfahren für mobile Datenbanken vorgestellt und bezüglich der speziellen Anforderungen von mobilen Datenbanken bewertend verglichen.

  7. Dipl.-Inf. Thomas Courvoisier, Zentrum für Graphische Datenverarbeitung Rostock (ZGDV):
    "RDF-basiertes Content-Repository im Rahmen eines wireless-orientierten Multimedia-Informationssystems" 
    Die Integration von Datenbanken in XML-Infrastrukturen ist Schlüsselaufgabe in modernen Informationssystemen. Der Beitrag zeigt den Einsatz eines RDF-basierten Content-Repositories bei der Integration multimedialer Datenbankinhalte in ein wireless-orientiertes XML-Framework. Die Metadaten dienen dabei nicht nur der Recherche sondern vielmehr als Grundlage für Algorithmen die Datenbankinhalte erfassen und medienspezifisch aufbereiten. Vor allem die Anbindung mobiler Endgeräte an Informationssysteme erfordert eine Spezialisierung von Inhalten und Daten innerhalb definierter Gerätekontexte. Metadaten und insbesondere RDF bieten hier eine breite Pallette von Möglichkeiten zur Beschreibung von Daten, Strukturen und Geräten, mit deren Hilfe die algorithmische Umsetzung definierter Inhalte erfolgt. 

  8. Dipl.-Inf. Roy Bartsch, C-A-Universität Kiel, Institut für Informatik und praktische Mathematik

  9. Dipl. Inf-wiss Andre Seifert, Universität Konstanz:
    "Processing Read-only Transactions in Wireless Data Communication Environments" 
    The environmental constrains imposed on mobile computing like intermittent connectivity, asymmetric and low communication bandwidth, small memory, etc. require novel concurrency control and cache consistency techniques. This paper describes three multiversion concurrency control (MVCC) schemes designed to ensure various degrees of data consistency and currency to read-only transactions while coping with the various limitations inherent in the mobile computing environment. The protocols are developed for use in a mobile database environments in which broadcasted data items are cached and processed by mobile clients. Besides proposing a multiversion concurrency control protocol (MVCC) that provides serializability guarantees to read-only transactions we describe two novel concurrency control protocols called MVFVCC and MVSRCC that enforce a weaker correctness criterion called forward view consistency and update serializability respectively. 

  10. Dipl.-Inf. Christoph Gollmick, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Informatik
    "Unterstützung mobiler Clients durch erweiterte Client/Server-Datenbanksysteme" 
    Mobile Clients arbeiten (einschließlich Änderungsoperationen) überwiegend verbindungslos auf replizierten Daten. Zur Synchronisation von Änderungen mit den Originaldaten ist in Abständen eine Reintegrationsphase notwendig. Diese induziert ein, von dem traditioneller Clients abweichendes, zusätzliches Lastprofil. Dieses neue Lastprofil ist gekennzeichnet durch Lastspitzen, welche durch das Einbringen vieler Transaktionen und, ein optimistisches Synchronisationsverfahren vorausgesetzt, die Konfliktbehandlung verursacht werden. Eine große Zahl mobiler Clients beeinträchtigt dadurch den Server und die Arbeit der traditionellen Clients. In diesem Beitrag wird deshalb mit der Einführung einer Replikationshierarchie ein Ansatz präsentiert, der kürzeste Reintegrationszeiten bei gleichzeitig hoher Skalierbarkeit verspricht. 

  11. Dipl.-Inf. Marco Plack, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme
    "Konzept für ein erweitertes Informationssystem für Fahrer von Personenkraftfahrzeugen" 
    Die Zahl der Verkehrsunfälle und die zunehmende Dichte des Straßenverkehrs in Europa verlangt nach neuen Konzepten, die die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen und dazu beitragen das Risiko für Verkehrsteilnehmer zu verringern. Die Leistungsfähigkeit mobiler Geräte die in Kraftfahrzeugen mitgeführt werden können nimmt ständig zu. Zusätzlich stehen neben GPS, GMS und UMTS leistungsfähige Techniken zur Lokalisierung und Kommunikation zwischen Fahrzeugen zur Verfügung, die für die Entwicklung eines erweitertes Fahrerinformationssystem genutzt werden können.
    In diesem Papier wird ein Konzept für ein ein solches mobiles System vorgestellt, das auf der Basis eines mobilen Datenbanksystems Autofahrer auf Gefahrenstellen hinweisen, adaptive Routenplanung durchführen und mit anderen Fahrzeugen kommunizieren kann und somit aktiv zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beiträgt. 


  12. Dipl.-Inform. Wolfgang Mahnke, Universität Kaiserslautern, AG Datenbanken und Informationssysteme
    "Entwicklung modularer Anwendungen mit objekt-relationalen Datenbanksystemen - Eine neue Herausforderung" 
    'Modularität ist der Schlüssel zur Wiederverwendung und Erweiterbarkeit' stellte Bertrand Meyer bereits 1988 fest. Relationale Datenbanksysteme sehen keine geeigneten Möglichkeiten für ein modularen Entwurf vor. Dort gibt es nur flache Schemata und keine Kapselung. Dem neuen Standard SQL:1999 folgend werden objekt-orientierte Konzepte in die sogenannten objekt-relationalen Datenbanksysteme (ORDBMS) integriert. Client- & Server-Modules, benutzerdefinerte Funktionen & Typen etc. bieten neue Möglichkeiten für einen modularen Entwurf. In diesem Papier wollen wir diskutieren wie die Entwicklung modularer, ORDBMS-basierter Anwendungen von diesen Konzepten profitieren kann. 

  13. PD Dr. Hans-Joachim Klein, Inst. f. Informatik u. Prakt. Mathematik, Universität Kiel

  14. Dipl.-Inform. Christian Süß, Universität Passau - Fachgebiet Informatik mit Schwerpunkt Datenbanken
    "Modellgestützte fragmentierte Speicherung von XML-Dokumenten in Relationalen Datenbanken" 
    Es wird ein auf modellgestützter Fragmentierung basierender generischer Ansatz zur Speicherung von XML-Dokumenten in relationalen bzw. objektrelationalen Datenbanksystemen vorgestellt. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Vorschlägen werden Dokumente nicht notwendigerweise vollständig zerlegt, sondern je nach Queryprofil in Fragmenten geeigneter Größe gespeichert. Anfragen passenden Profils können besonders effizient bearbeitet werden, während beliebige Anfragen weiterhin unterstützt werden. Als Speicherstruktur dient ein azyklischer, gerichteter Graph, der auch gleichzeitig die Grundlage für multiple Hierarchien und die Bildung von Sichten darstellt. 

  15. Dipl.-Inf. Ulrike Greiner, Institut für Informatik, Universität Leipzig
    "Adaptives Workflow-Management für kooperierende Workflows" 
    Zukunftsweisende Workflow-Management-Systeme müssen auf unerwartete Ereignisse während der Workflow-Ausführung (wie z.B. das Auftreten einer Medikamenten-Allergie) durch dynamische Adaptationen des Workflows reagieren können (z.B. Löschen der Medikations-Aktivität). Solche Adaptationen können Adaptationen anderer Workflows nötig machen, die mit dem geänderten Workflow kooperieren, um eine Behandlung durchzuführen, ein Produkt herzustellen oder eine Dienstleistung zu erbringen. In diesem Artikel werden zuerst verschiedene Forschungsansätze für die Modellierung und Ausführung kooperierender Workflows vorallem hinsichtlich der Möglichkeit dynamischer Adaptationen und der Berücksichtigung von Inter-Workflow-Abhängigkeiten verglichen. Anschließend wird ein Ansatz zur dynamischen Adaptation vorgestellt, der Abhängigkeiten zwischen kooperierenden Workflows berücksichtigt. 

  16. Dipl.-Inf. Stephan Dassow, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme
    "Storage of Semistructured Continuous Multimedia-Data" 
    The MPEG4 coding standard encodes multimedia such as video, text, images, audio and graphics. Many application require an efficient management of these data. In this paper, we present our approach to manage MPEG4 data and other semistructured multimedia data in a database system. We discuss different ways of representing MPEG4 data in a database and their advantages for storage, retrieval and manipulation. A retrieval can be based on a scene description with spatial and temporal information and on primitive objects like simple compressed video streams, text or picture. Another interesting part is the modification of the scene description (graphs) in databases.  

  17. Dipl.-Inf. Ilvio Bruder, LS DBIS, FB Informatik, Universität Rostock
    "Zugriff auf dynamische Web-Dokumente mittels Web-Mining-Analysetechniken" 
    Ein Problem aktueller Internet-Suchmaschinen ist, daß ausschließlich statische Dokumente gesammelt, analysiert und indexiert werden. Ein Großteil des verfügbaren Wissens im Internet ist im sogenannten "hidden web" hinter einer Zugangs- bzw. Anfrage-Webseite verborgen. Ein möglicher Ansatz zum Erfassen von solch verstecktem Wissen ist das Ausnutzen von kombinierten Analysetechniken des Text Mining. Mit dem analysierten Wissen aus der jeweiligen Zugangs-Webseite wird auf die Zugriffsmechanismen geschlossen.  

  18. Dipl.-Inf. Gunnar Weber, Universität Rostock, Fachbereich Informatik, Lehrstuhl Datenbank- und Informationssysteme
    "Indexierung von Datenbank-Inhalten durch Suchmaschinen" 
    In den Datenbanken enthaltene Informationen machen einen Großteil des im WWW vorhandenen Wissens aus. In den meisten Fällen sind diese Informationen in dynamisch generierte WWW-Seiten eingebunden, so daß sie von den aktuellen Suchmaschinen nicht indexiert werden können. Im Projekt SWING wurden verschiedene Lösungen zur Integration von Datenbanken entwickelt. Ein bereits realisierter Ansatz nutzt lokal beim Datenbank-Anbieter vorhandene Summarizer, um Index-Fragmente, die aus den Datenbank-Inhalten generiert werden, an den Gatherer (Spider) zu liefern. Eine weitere Möglichkeit ist die Beschreibung der Funktionalität des Anfrageformulars und des Aufbaus der Ergebnisseiten in Meta-Tags. Diese Metadaten können dann vom Gatherer zur automatischen Generierung von Anfragen und zur Extraktion der Informationen aus den Ergebnisseiten genutzt werden.  

  19. Dipl.-Inform. Carsten Lecon, Fachhochschule Lübeck
    "Flexible Anfragen in verteilten semistrukturierten und strukturierten Dokumenten" 
    Daten von Anwendungen können verteilt vorliegen, zum Beispiel als HTML-Dateien im Dateisystem, wobei zusätzlich in einem gesonderten XML-Dokument oder in einer Datenbank weitere Metadaten zu den HTML-Dokumenten gespeichert sind. Diese Informationsquellen müssen geeignet verknüpft werden. Die Zielgruppe, die auf diese Daten zugreifen möchte, kann heterogen sein, wie es zum Beispiel beim Online-Lernen der Fall ist. Zur Behandlung dieser Probleme wird eine Lösung vorgestellt, die teilweise im Kontext von virtuellen Kursen prototypisch implementiert worden ist. Insbesondere findet eine Unterstützung der EntwicklerInnen von virtuellen Lerneinheiten bei der Spezifikation der gewünschten Suchfunktionalität statt, indem entsprechende Tools bereitgestellt werden.  

  20. Dipl.-Math. Carsten Kleiner, Universität Hannover, Institut für Informatik, FG Datenbanken und Informationssysteme
    "Temporale Daten in objekt-relationalen Datenbanksystemen" 
    Im Sinne einer objekt-orientierten Modellierung temporaler Daten ist es wünschenswert, für jedes Objekt der realen Welt nur ein Tupel in der Datenbank zu halten. Da sich jedoch meist nicht alle Attribute eines Objekts zur gleichen Zeit ändern, ist der Bedarf für Zeitstempel auf Attributen gegeben.
    Im Vortrag soll neben einer theoretischen Basis, ähnlich dem bitemporalen konzeptionellen Datenmodell von Snodgrass für Tupel-Zeitstempel, die Realisierung von Attribut-Zeitstempeln in objekt-relationalen Datenbanken diskutiert werden. Dabei führen die zusätzlichen Möglichkeiten objekt-relationaler Systeme zu einer eleganteren logischen Modellierung als dies mit relationalen Systemen möglich war. Schliesslich sollen verschiedene Varianten erforderlicher Modifikationen für eine physische Realisierung in einem kommerziellen System verglichen werden.  


  21. Dipl.-Inf. Ingolf Geist, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme
    "Schnittstellen zur Unterstützung der Informationsfusion" 
    Im Rahmen der Informationsfusion werden durch die Aufbereitung und Analyse von Daten aus verteilten, heterogenen Datenquellen neue, höherwertige Informationen gewonnen. Für die Lösung dieser Aufgabe müssen sowohl die Daten aus unterschiedlichen Datenquellen integriert als auch Schnittstellen zu verschiedenen Methoden und Technologien unterschiedlicher Gebiete der Informatik geschaffen werden. In dieser Arbeit werden deshalb die Anforderungen der Informationsfusion hinsichtlich der Schnittstellen dargestellt, wobei zunächst hauptsächlich auf die Integration von verschiedenen Data Mining Methoden eingegangen werden soll. Aufbauend darauf soll gezeigt werden, wie die von Microsoft vorgeschlagene Schnittstellenspezifikation "OLE DB für Data Mining (DM)" als ein mögliches Protokoll verwendet werden kann.  

  22. Dipl.-Wirtsch.-Inform. Oliver Dunemann, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme
    "Grundlagen der Anfrageoptimierung in virtuellen Data Warehouses" 
    Ein virtuelles Data Warehouse entspricht einer integrierten Sicht auf bestehende Data Marts einer Organisation. Es dient zum einen dazu, alle steuerungsrelevanten Informationen an einer zentralen Stelle für Analysen zur Verfügung zu stellen. Zum anderen wird es durch die Kombination der Informationsquellen möglich Informationen zu generieren, die aus den einzelnen Data Marts separat nicht abzuleiten sind. Da eine der Kernanforderungen an entscheidungsunterstützende Systeme die Gewährleistung konstant schneller Antwortzeiten ist, ist die Optimierung multidimensionaler Anfragen an ein virtuelles Data Warehouse von entscheidender Bedeutung. Analog zur kostenbasierten Anfrageoptimierung in zentralen relationalen Datenbankmanagementsystemen sind Kostenmodelle und Auswahlverfahren notwendig, um eine möglichst optimale Auswahl und Reihenfolge der Operationen zu bestimmen, die zur Beantwortung der Anfrage durchzuführen sind.  

  23. Prof. Dr. Gunter Saake, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

  24. Dipl. math. tech. Annika Hinze, Fachbereich Mathematik und Informatik, Freie Universität Berlin
    "Does Alerting have special Requirements for Query Languages?" 
    Alerting Systems keep its users informed about new documents and events they are interested in.The power of such services depends on the expressiveness of the language used to define a users interest. In this paper we show restrictions of existing languages and discuss additional language parameters. We will shortly emphasize the problem of different underlying time systems and propose a common profile structure that can serve as basis for an profile Definition Language for Alerting.  

  25. Dr. Klaus Benecke, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Wissens- und Sprachverarbeitung
    "Einige Anfrageoptimierungsprobleme in einem Modell mit ungenesteter Anwendung der Operationen" 
    Im Vortrag wird anhand einer algebraischen Spezifikation dargelegt, daß sich semistrukturierte Daten wie XML-Dokumente nicht wesentlich von strukturierten Tabellen unterscheiden. Durch kleine Erweiterungen und Ergänzungen kann unser Datenmodell auf XML-Dokumente angewandt werden. Im Datenmodell können Bedingungen nicht beliebig vertauscht werden. Das ist Grundlage für zusätzliche, einfach zu handhabende Ausdruckskraft. Anstelle der einfachen Vertauschungsregeln gelten in unserem Datenmodell besondere Regeln, wie Absorptionsgesetze, die beschreiben, wann Bedingungen beim Vertauschen andere Bedingungen aufnehmen, Schmuggelgesetze, die beschreiben, wann durch eine Analyse der Umstrukturierung stroke bestimmte Selektionen oder Projektionen vorangestellt werden können. Ferner wird deutlich, daß bei der Erweiterungsoperation ext umfassendere Vertauschungsregeln gelten als beim join. Interessant ist darüberhinaus, daß ein Prädikat wie "alles nach einer bestimmten Textstelle" leicht in unser Datenmodell integriert werden kann, da wir lediglich fordern daß das Ergebnis jeder Operation wieder eine Tabelle im Sinne der oben genannten Spezifikation ist. Das "Schlechteste", was uns mit unseren neuen Operationen passieren kann, ist, daß wir diese nicht in unsere Optimierung einbeziehen können. Dann muß entsprechend der zugrunde liegenden Abarbeitungslogik auch tatsächlich eine temporäre Zwischentabelle erzeugt werden.  

  26. Dr.-Ing. Michael Höding, SAP Hochschulkompetenzzentrum Magdeburg
    "Datenbankadministration in Application Hosting Umgebungen" 
    Dieser Beitrag betrachtet allgemeine und spezielle Anforderungen hinsichtlich der Datenbankadministration für große Datenbankanwendungen in Application-Hosting-Umgebungen. Unternehmenskritische Anwendungen stellen hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Datensicherheit und Performance. Allgemein wird dabei Datenbanktechnologie eingesetzt. Hierfür bieten Rechenzentren mit redundant ausgelegten und skalierbaren Systemen sowie einem gut organisiertem Personalstamm eine wichtige Plattform. Allerdings ist der Betrieb eines Rechenzentrums sehr aufwendig und vielen klein- und mittelständischen Unternehmen nicht möglich. Ausweg bietet hierfür die Nutzung der Dienste eines Drittanbieters, der als "Application Services Provider" den Rechenzentrumsbetrieb für das Unternehmen in qualifizierter Art und Weise übernimmt. Hinsichtlich der Administration der zugrunde liegenden Datenbanken bietet die konsequente Nutzung klassischer Datenbanktechnologie eine Reihe interessanter Ansätze. Jedoch ergeben sich zusätzliche Aspekte hinsichtlich Funktionalität und Komplexität, z.B. durch den Massenbetrieb vieler Datenbanksysteme oder die Nutzung eines Einzelsystems durch rechtlich unabhängige Kunden. Ansätze und erste Praxiserfahrungen werden hierzu vorgestellt.  

  27. Dipl.-Inf. Christoph Hartwich, Freie Universität Berlin
    "N-Tiered Enterprise Applications" 
    Enterprise applications are distributed, transactional multi-user applications. Usually they are built with a special emphasis on multi-tier structures. Unfortunately, state-of-the-art object-oriented middleware and component models provide sufficient support only for the three-tier, ultra-thin client model which is not adequate for many enterprise applications. Attempts to build applications on top of them that differ from that model often result in bad performance, unexpected complexity, and severe architectural problems. We present a new approach for enterprise application frameworks that provides efficient access to business data objects, encourages modular and flexible designs, and allows for an arbitrary number of tiers.  
  28. Dr.-Ing. Kai-Uwe Sattler, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

  29. Dr.-Ing. Ingo Schmitt, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

  30. Dipl.-Inf. Thomas Herstel, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme

  31. Nasreddine Aoumeur, Otto-von-Guericke-Universität
    "Distributed Systems specification and Adaptation: A Petri-net Based Proposal" 
    Most of present-day systems are data-intensive and fully distributed. Moreover, such systems are often layered into several towers depending on the services they are offering. This latter characterization induce challenging problems to designers of such systems, including how should new requirements be dynamically introduced, modified, interacted with existing ones? and so on. In this paper we propose a true-concurrent object Petri-net-based framework for addressing such challenges. The model, referred to as Co-Nets, integrates object-orientation concepts with modularity aspects into an appropriate algebraic Petri nets variant, and it is semantically interpreted in rewrite logic. This integration suffices for adequately addressing the data-intensive and full distribution. For dynamically introducing and modifying any requirement, we soundly extend this integration with some reflection capabilities. All the proposed ideas are illustrated using a system with several lifts.