Fakultät für Informatik Arbeitsgruppe Datenbanken

Workshop "Maßgeschneidertes Datenmanagement"


im Rahmen der 

12. GI-Fachtagung für Datenbanksysteme in Business, Technologie und Web

(BTW 2007)

6. März 2007 – RWTH Aachen


In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Datenbanken der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)



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Zusammenfassung

Maßgeschneiderte Datenmanagement-Software ist nicht nur im Bereich der eingebetteten Systeme wichtig. Ein DBMS, das nur genau das kann was auch benötigt wird, hat neben potentiell drastisch kleinerem Code-Umfang weitere Vorteile, etwa im Bereich Sicherheit oder Wartbarkeit.

Die Forderung nach maßgeschneidertem Datenmanagement ist nicht neu – Begriffe wie Kernsystem oder Baukastenarchitektur waren bereits vor 20 Jahren Thema auf Datenbankkonferenzen wie der BTW. Die Realität ist aber auch heute noch geprägt von monolithischen DBMS wie ORACLE oder DB2 auf der einen Seite und „handgestricktem“ Datenmanagement in eingebetteten Systemen auf der anderen Seite.

Wohingegen monolithische Ansätze aufgrund ihrer Komplexität über die Jahre die Weiterentwicklung und Wartung signifikant erschweren, haben handgestrickte Spezialzwecksysteme den Nachteil, dass für jedes Anwendungsszenario und für jede Zielplattform weite Teile der Datenhaltungskomponenten von Grund auf neu implementiert werden müssen. Eine bloße Adaption bestehender Lösungen ist aufgrund technischer Probleme (z. B. nicht portierbarer Code) sowie aus Effizienzgründen nicht möglich. Gerade im Bereich eingebetteter und echtzeitfähiger Systeme bestehen besondere Anforderungen an den Ressourcenverbrauch von Datenmanagementlösungen, d. h. Datenmanagementfunktionalität muss heute speziell an die Anforderungen eines Anwendungsszenarios und an die jeweilige Plattform anpassbar sein.

Monolithische Systeme existieren auch in anderen Bereichen der Informatik, etwa im Betriebssystem- oder im Middlewarebereich. Dort wurden in den letzten 20 Jahren neue Software Engineering Methoden und Programmierungstechniken erforscht und eingesetzt, um maßgeschneiderte, kleine Systeme etwa als Programmfamilie / Produktlinie zu entwickeln. Diese neuen Techniken sollten auch für Datenverwaltungssysteme einsetzbar sein.

 

Invited Talk

Letizia Tanca. Context-Based Data Tailoring for Mobile Users

 

Themen

Beiträge können zu folgenden und verwandten Themen eingereicht werden:
  • Maßgeschneidertes Datenmanagement
    • eingebettete, mobile und Echtzeitsysteme
    • Neuartige Hardware
    • Spezielle Anwendungsszenarien: Ubiquitous Computing, Organic Computing, etc.
  • Separation of Concerns in Datenmanagementsystemen
    • Erweiterte Programmierparadigmen: Aspektorientierung, Featureorientierung, Multidimensionale Separierung
    • Produktlinientechnologien, Softwareentwicklungsprozesse, DBMS-Architekturen
    • Komponenten-, Baukasten-, Kernel-, Transformationssysteme
  • Portierbarkeit, Konfigurierbarkeit, Adaptivität

 

Einreichung von Beiträgen

Die druckfertige Fassung der Beiträge darf nich länger als 12 Seiten (LNI-Style) sein und kann in elektronischer Form (PDF) ohne Seitennummerierung eingereicht werden.

Verwenden Sie zum Einreichen der druckfertigen Version der Beiträge den Cyberchair des Workshops.

Die Registrierung für die Teilnahme kann bis zum 02.02.2007 noch zum Frühbucherpreis erfolgen.

 

Wichtige Termine

31.12.2006Einreichungsfrist für Beiträge (closed)
29.01.2007Benachrichtigung der Autoren
13.02.2007Abgabe der druckfertigen Fassung
06.03.2007 Workshop

Organisation

Sven Apel, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (apel (at) iti.cs.uni-magdeburg.de)
Marko Rosenmüller, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (rosenmueller (at) iti.cs.uni-magdeburg.de)
Gunter Saake, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (saake (at) iti.cs.uni-magdeburg.de)
Olaf Spinczyk, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Olaf.Spinczyk (at) informatik.uni-erlangen.de)

In Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Datenbanken der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)

 

Programmkomitee

Danilo Beuche, Pure-Systems GmbH
Erik Buchmann, Technische Universität Karlsruhe
Klaus R. Dittrich, Universität Zürich
Theo Härder, Technische Universität Kaiserslautern
Alfons Kemper, Technische Universität München
Thomas Leich, METOP GmbH
Klaus Ostermann, Technische Universität Darmstadt
Kai-Uwe Sattler, Technische Universität Ilmenau
Wolfgang Schröder-Preikschat, Universität Erlangen-Nürnberg
Christa Schwanninger, Siemens AG
Gerhard Weikum, Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken


Disclaimer
Marko Rosenmüller (Letzte Änderung: 30.01.2007)